"Viele Impulse zur Netzwerkarbeit"
Liebe Frau Kern, was hat Sie bewogen an der Weiterbildung zum Kommunalen Gesundheitsmoderator teilzunehmen?
Ich wollte gerne Anregungen für unser laufendes Modellprojekt zur kommunalen Gesundheitsförderung "Gesunde Gemeinden in einem gesunden Landkreis" bekommen: Vor allem interessierte mich, wie "Profis" mit den Schritten der Projektplanung (z.B. Bedarfsanalyse auf Grundlage der Gesundheitsdaten) umgehen und wie sie Maßnahmen der Verhältnisprävention umsetzen. Hierfür wünschte ich mir sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse, als auch gute Praxisbeispiele. Ein wichtiger Einzelaspekt war, wie wir Nachhaltigkeit sichern und Ergebnisse evaluieren können.
Welche Aspekte der Weiterbildung haben Ihnen bisher für Ihre Vorhaben in Ihrer Kommune besonders geholfen?
Vorab möchte ich sagen, dass ich von der Fortbildung sehr begeistert bin, selten habe ich so viel Kompetenz und Praxisnähe erlebt. Besonderen Eindruck haben auf mich die Planungsansätze kommunaler Gesundheitsförderung gemacht, also Konzepte, die über den einzelnen Projekten stehen, die vielmehr einen Rahmen für sie schaffen, und die die verschiedenen Akteure an einen Tisch bringen.
Wir haben den Vernetzungsgedanken im Herbst 2013 in eine gemeinsame Gesundheitskonferenz gebracht und bereits ein erstes Treffen im Januar durchgeführt, bei dem wir institutionsübergreifend, aber auch Stadt- und Landkreis verbindend, die Aktivitäten im Bereich der Gesundheitsförderung abgebildet und unsere Schnittmengen wahrgenommen haben. Darauf aufbauend werden wir nun weiterarbeiten. Neben dem Anstoß zu dieser großen Linie konnte ich aber auch viele einzelne Impulse für unser Modellprojekt mitnehmen, insbesondere durch die Lerninhalte zur Netzwerkarbeit.
Was möchten Sie in den nächsten Jahren in Ihrer Kommune umsetzen?
Ein großes langfristiges Ziel ist für mich ein Konzept der kommunalen Gesundheitsförderung mit formulierten Zielen, einer gemeinsamen Bedarfsanalyse und entsprechender Maßnahmenplanung. Dieses muss Stadt- und Landkreis umfassen und Antworten auf drängende Fragen der Praxis geben. Daneben wäre ein Ausbau der Gesundheitsförderung in einzelnen Gemeinden sinnvoll, dies hängt aber klar von den Personalressourcen ab.
Vielen Dank für das Interview, Frau Kern!
PS: Alle Interessierten, die nicht persönlich an der Weiterbildung teilnehmen können, empfehlen wir einen Besuch auf den Weiterbildungsseiten hier bei uns im Netz: www.regionen-mit-peb.de/weiterbildung – Alle Skripte und Arbeitsunterlagen werden parallel zu den Modulen auch online veröffentlicht!

