Regionen mit peb IN FORM und Kommunale Gesundheitsmoderation - Ernährung, Bewegung, Gesundheit IN FORM

Ziel des Projekts "Kommunale Gesundheitsmoderation" ist die Entwicklung von gesundheitsförderlichen Kommunen. Der Ansatz der kommunalen Gesundheitsmoderation basiert auf dem Verständnis von Gesundheitsförderung im Sinne der Ottawa-Charta der WHO, demzufolge die Bedingungen gesundheitlichen Wohlbefindens in den Lebenswelten des Alltags erfahrbar gemacht werden sollen. Gesundheitsförderung muss also dort ansetzen, wo Menschen leben, aufwachsen, spielen, lernen und arbeiten: in ihrer Region, in ihrer Kommune. Damit dies gelingt, müssen viele verschiedene Fachbereiche, Verwaltungseinheiten und weitere Akteure in einem Netzwerk zusammenarbeiten.

Das koordinierte Zusammenwirken der unterschiedlichen Ressorts erfordert von allen Beteiligten die Bereitschaft "querzudenken", aber es braucht auch jemanden, der die verschiedenen Aktivitäten zielgerichtet steuert und Netzwerke ressortübergreifend koordiniert. Zu diesem Zweck wurde im Rahmen des Projekts "Regionen mit peb IN FORM" 2013/14 die Weiterbildung „Kommunale Gesundheitsmoderation“ entwickelt und erprobt und 2015 durch Übergabe an verschiedene Bildungsträger am Bildungsmarkt verankert.

In der Weiterbildung lernen die Teilnehmenden, strategisch arbeitende Netzwerke aufzubauen und zu managen, damit interdisziplinär und ressortübergreifend eine gesunde Kommune entstehen kann. Die Weiterbildung richtet sich insbesondere an Mitarbeitende in Gesundheitsämtern mit dem Auftrag der Gesundheitsförderung und Prävention oder an Mitarbeitende freier Träger mit ähnlichem Auftrag und enger Anbindung an die kommunale Verwaltung. 

Mit dem Projekt „Kommunale Gesundheitsmoderation - Ernährung, Bewegung, Gesundheit IN FORM“ wurden die bereits durch die Weiterbildung qualifizierten Kommunalen Gesundheitsmoderator:innen (KGMs) aber auch weitere interessierte Akteure der kommunalen Gesundheitsförderung in ihrer Arbeit vor Ort unterstützt. Durch verschiedene Veranstaltungsformate erhielten sie die Möglichkeit, sich mit anderen über aktuelle Themen innerhalb ihrer Kommune auszutauschen. In regionalen Workshops, die 2017 in Berlin, Augsburg und Köln stattfanden, wurden unter adnderem Good-Practice Leitfäden für die kommunale Praxis erarbeitet. Am 13. April 2018 fand im Rahmen des Projekts  schließlich der Fachtag „Vernetzt gesund“ statt, zu dem mehr als 200 Interessierte nach Berlin kamen.

Die Projekte "Regionen mit peb IN FORM" und „Kommunale Gesundheitsmoderation – Ernährung, Bewegung, Gesundheit IN FORM“ wurden vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Nationalen Aktionsplan IN FORM gefördert.

Weiterbildung Kommunale Gesundheitsmoderation

Die Weiterbildung Kommunale Gesundheitsmoderation wurde 2013/14 im Rahmen von IN FORM entwickelt und erprobt. Sie richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus kommunalen Verwaltungen, die für die Gesundheitsförderung in ihrer Kommune zuständig sind und eine ressortübergreifende Strategie entwickeln möchten.

 

© Andreas Gärtner

Zum Weiterlesen

Ottawa Charta (PDF)
Abschlussdokument der ersten Internationalen Konferenz zur Gesundheitsförderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom 21. November
1986