Partizipative Sportentwicklungsplanung Göttingen
Der Bolzplatz um die Ecke wird gar nicht mehr genutzt, kann man daraus nicht einen Tennisplatz machen? Unsere Kinder würden gerne Fußball spielen, aber die Anfahrtswege sind zu weit. Wir brauchen einen Sportplatz in unserer Nähe!
Die Göttinger Sport und Freizeit GmbH & Co.KG (GoeSF) wirbt mit einer Pressemeldung für die Umfrage zur Sportentwicklungsplanung, die in der nächsten Zeit rund 2500 Bürgern per Post zugesandt wird.
Wie sportlich aktiv ist die Göttinger Bevölkerung und bietet Göttingen genug Bewegungs- und Sportmöglichkeiten? Diese und viele andere Fragen wollen die Göttinger Sport und Freizeit GmbH & Co. KG, der Stadtsportbund Göttingen und der Landessportbund Niedersachsen in den nächsten 12 Monaten mit Hilfe einer Sportentwicklungsplanung beantworten. Wissenschaftliche Unterstützung erhalten die Institutionen dabei vom Institut für Sportwissenschaft und Sport der Universität Erlangen-Nürnberg (ISS).
Die GoeSF bittet um eine reichhaltige Beteiligung, weil die Ergebnisse zur zentralen Weiterentwicklung der regionalen Sportangebote genutzt werden sollen. Die Auswertung der Befragung soll Anfang Dezember beginnen. Neben der Umfrage sind in den kommenden 12 Monaten weitere Aktivitäten geplant, um mehr über die Sportbedürfnisse der Göttinger zu erfahren. Zum Beispiel sollen ab 2012 auch Stadtteilforen abgehalten werden, wo die Bürger aus den Stadtteilen Grone, Weende, Geismar und Innenstadt-Ostviertel sowie in den Ost- bzw. Westdörfern ihre Wünsche kundtun dürfen.
In dem neuen Konzept soll nicht nur der Sport auf den dafür errichteten Anlagen berücksichtigt werden. Immerhin fänden über 50 Prozent der Aktivitäten auf öffentlichen Plätzen oder Straßen statt, wie etwa das Jedermann-Radrennen um die Tour d’Energie.
Der Hintergrund:
1997 verabschiedete die Stadt Göttingen erstmalig ein Sportkonzept, das bis heute Gültigkeit hat. Die letzte Untersuchung über das Sportverhalten in Göttingen stammt aus dem Jahr 1992.
Am 01. August 2011 startete das Institut für Sportwissenschaft
und Sport der Uni Erlangen (ISS) im Auftrag der Göttinger Sport und Freizeit GmbH in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund Niedersachsen eine Integrierte Sportentwicklungsplanung für die Stadt Göttingen. Begonnen wird mit der Bestandserhebung von Sportstätten und Bewegungsräumen sowie einer schriftlichen Bevölkerungsbefragung zum Bewegungsverhalten im Stadtgebiet. Besonderes Kennzeichen der ISEP in Göttingen wird die geplante Bevölkerungsbeteiligung auf Stadtteilebene bei der Bedarfsermittlung sein, für die - im Sinne der Nachhaltigkeit - von uns geschulte Moderatoren des LSB eingesetzt werden. Die Ergebnisse werden in die Kooperative Planungsphase 2012 einfließen.
Quellen und weitere Informationen:

