Initiative Mundraub.org kooperiert mit Kommunen und Unternehmen
Mundraub.org ist eine kostenlose Online-Plattform, auf der eine webbasierte Karte die Standorte von Obst und Kräutern im öffentlichen Raum abbildet. Heimische Obstallmenden sollen in den Blick der Öffentlichkeit geraten, gefördert und erhalten werden. Dabei sieht sich die Initiative, die strategischer Partner des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt ist, auch als Wegbereiter der „Smart City“ von morgen, die sich durch bewusste Ernährung und die nachhaltige Herstellung und Nutzung von Nahrungsmitteln auszeichnen wird. Neben der Kartierung setzt sich Mundraub für eine intensive Zusammenarbeit mit Kommunen und Unternehmen ein. Projektleiter Gerald Swarat interviewte für Stadt und Gemeinde den technischen Geschäftsführer von 50Hertz, Dr. Frank Golletz. Der Übertragungsnetzbetreiber hat vor fünf Jahren die Streuobstwiese „50Hertz-Entdecker-Wiese“ angelegt. In Kooperation mit Mundraub entwickelt und nutzt das Unternehmen die Potenziale der 200 Obstbäume für Mensch, tur und Landschaft, etwa durch Teamtage, Umweltbildungangebote für Schulklassen und zukünftige Ernte-Events.
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Auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt plädiert dafür, die Natur zurück in die Innenstädte zu holen. „Stadtgrün statt Grau muss zur Devise der Stadt der Zukunft werden“, sagt der CSU Politiker. Diese Erlebnisräume zu gestalten, bedeutet, einen Ort der Begegnung, Integration und Interaktion zu schaffen. So ist es bezeichnend, dass Immobilien zehn bis 20 Prozent an Wert gewinnen, wenn sie neben Grünflächen liegen. Damit wird ein Ansatz für bürgerschaftliches Engagement in großstädtischen Kiezen oder kleineren Städten geschaffen. Diese Orte fördern Begegnung, eine höhere Identifikation mit der Stadt und der eigenen Umgebung besonders intensiv, weil sie in der Natur stattfinden. Denn das Naturerlebnis ist schicht- und nationenübergreifend, da es per se hierarchielos ist. Kinder haben außerdem die Möglichkeit, alte Techniken und Wissen zu erlernen, vielfältige soziale Projekte finden hier ihr Zuhause. Unternehmen entdecken solche Orte außerdem durch Mitarbeitertage, um dann einen gemeinsam geernteten Saft als Flaschenpost einer kollektiven Anstrengung mit in die Firma zurückzutragen.
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