Hunger geweckt

Was kann Schüler zum gemeinsamen Essen in der Mensa motivieren, selbst wenn sie keinen Nachmittagsunterricht haben? Eine Schülerbefragung im Rhein-Neckar-Kreis hat das untersucht. Insgesamt 80 SchülerInnen haben dabei in qualitativen Interviews ihre Ansichten und Erfahrungen mit der Anlaufstelle Schulverpflegung Rhein-Neckar geteilt. Mitbestimmung ist das Schlüsselwort, wenn es um Essen und Pausengestaltung der SchülerInnen geht.

Einige Empfehlungen:
Regelmäßig hohe Essenszahlen sind wichtig für ein ansprechendes und abwechslungsreiches Verpflegungsprogramm. Die wichtigsten Empfehlungen der jungen ForscherInnen für eine höhere Akzeptanz sind:

  • Die Partizipation der Schüler ist wichtig.
  • Es sollte einen festen Ansprechpartner fürs Schulessen geben, der allen bekannt ist. Ein dauerhafter Runder Tisch mit allen Beteiligten ist hilfreich.
  • Die Mensa muss durch Projekte, Aktionen und Unterricht fest im Schulalltag verankert werden.
  • Caterer und Schule sollten gegenüber den Eltern transparent machen, wie der Preis fürs Essen zustande kommt.
  • Eltern sind wichtige Ansprechpartner, die von den Vorteilen des gemeinsamen Essen überzeugt sein müssen. Das gilt besonders für Eltern jüngerer Schüler.
  • Aktionen und Probiergerichte können die Neugierde wecken und neue Essensgäste auf die Mensa aufmerksam machen.
  • Es muss sichergestellt werden, dass Kinder aus sozial benachteiligten Familien am Essen teilnehmen können.
  • Das Essensangebot und die Räumlichkeiten sollten die unterschiedlichen Wünsche und Ansprüche von jüngeren und älteren Schülern berücksichtigen.

Die Befragungsergebnisse und ausführliche Erläuterungen zu den Empfehlungen finden Sie in diesem kostenlosen Online-Special des aid infodienstes als PDF-Dokument: "Schulmensa – Wir kommen!? Ergebnisse einer Schülerbefragung zur Akzeptanz der Mittagsverpflegung (Ernährung im Fokus 03-04|12, S. )

Quelle: aid macht Schule | Wie lässt sich Akzeptanz fördern?

Weiterbildung Kommunale Gesundheitsmoderation

Die Weiterbildung Kommunale Gesundheitsmoderation wurde 2013/14 im Rahmen von IN FORM entwickelt und erprobt. Sie richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus kommunalen Verwaltungen, die für die Gesundheitsförderung in ihrer Kommune zuständig sind und eine ressortübergreifende Strategie entwickeln möchten.

 

© Andreas Gärtner

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