Gesundheitsförderung weiterhin unbedeutender Posten in den laufenden Gesundheitsausgaben

2011Das Statistische Jahrbuch 2011 zeigt erneut: Gesundheitsförderung spielt in unserem Gesundheitssystem kaum eine Rolle. Lediglich 2,33 % der laufenden Gesundheitsausgaben wurden 2009 in die Gesundheitsförderung gesteckt. Damit lag ihr Anteil noch unter dem der Jahre 2008 und 2007. Besonders nachdenklich stimmen diese Zahlen, da zu den wichtigsten Todesursachen Erkrankungen zählen, die durch Prävention und Gesundheitsförderung beeinflusst werden könnten.

Die laufenden Gesundheitsausgaben machen in Deutschland mehr als 11 % am Bruttoinlandsprodukt (BIP) aus. Damit liegt Deutschland international im Spitzenbereich. Die Ausgaben für Gesundheitsförderung machen dagegen nicht einmal 0,3 % am BIP aus. Hier besteht also weiterhin Handlungsbedarf.

Dies wird besonders deutlich, wenn man die häufigsten Todesursachen im gerade erschienenen Statistischen Jahrbuch 2011 betrachtet. Unter den "Top-Krankheiten" finden sich Kreislauferkrankungen ebenso wie Diabetes mellitus und Psychische Störungen.

Auch die direkten Krankheitskosten machen deutlich, wie wichtig - auch ökonomisch - Prävention und Gesundheitsförderung sind: Jeder siebte Euro wird für Kreislauferkrankungen ausgegeben, jeder achte für Krankheiten am Muskel-Skelett-System.

Quelle:
Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V., 7. Oktober 2011

Statistisches Bundesamt (2011): Statistisches Jahrbuch 2011; ISBN: 978-3-8246-0912-3; Preis: 71,00 Euro, PDF-Download kostenlos

Weiterbildung Kommunale Gesundheitsmoderation

Die Weiterbildung Kommunale Gesundheitsmoderation wurde 2013/14 im Rahmen von IN FORM entwickelt und erprobt. Sie richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus kommunalen Verwaltungen, die für die Gesundheitsförderung in ihrer Kommune zuständig sind und eine ressortübergreifende Strategie entwickeln möchten.

 

© Andreas Gärtner

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