Gesund aufwachsen in Hamburg!

HAMBURG Mittlerweile sind es 98 Institutionen, Vereine und Verbände, die mit dem gemeinsamen Ziel die Gesundheitsförderung und Prävention in Hamburg weiter zu stärken am Pakt für Prävention - Gemeinsam für ein gesundes Hamburg! mitwirken. Erster Schwerpunkt des Netzwerks ist das gesunde Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Über 100 Fachleute aus den beteiligten Hamburger Einrichtungen haben dazu ein Rahmenprogramm erarbeitet und bei einer Zielkonferenz verabschiedet. Dieses Rahmen Programm ist nun veröffentlicht.

Die Eckpunkte des Rahmenprogramms "Gesund aufwachsen in Hamburg!" lauten:

  • Gesundheitsförderungs- und Präventionskette: Gestaltung von Voraussetzungen für Kinder- und Jugendgesundheit – von der Schwangerschaft bis in die Schulzeit hinein
  • Lebensweltorientierung: Umsetzung gesundheitsfördernder und präventiver Aktivitäten schwerpunktmäßig in den Lebenswelten, in denen die Zielgruppen erreicht werden können und mit deren Mitarbeiter/innen sie vertraut und verbunden sind
  • Zielgruppen: Stärkung von sozial benachteiligten und unterstützungsbedürftigen Zielgruppen als aktiv Handelnde
  • Strukturklarheit und Übersichtlichkeit: Konzentration gesundheitsfördernder Interventionen auf besonders geeignete Strukturen wie Kindertagesstätten und Schulen
  • Ansprechpersonen/ Kooperationspartner: („Hüter“, Kümmerer“) werden in den Lebenswelten aktiviert und einbezogen, die Zugänge zu den Zielgruppen haben und Vertrauen genießen
  • Sozialraum: Die wesentliche Ebene gesundheitsfördernder Interventionen ist der Stadtteil bzw. das Wohnumfeld
  • Vernetzung und Kooperation: Förderung dieses Leitprinzips im Stadtteil durch Anregung von Motivation und Bereitstellung von Möglichkeiten (z. B. Strukturen und Zeit); Ziel ist eine Übersicht über und – wenn möglich – eine gemeinsame Nutzung von Kompetenzen und Ressourcen für Gesundheitsförderung; in ganz Hamburg tätige Organisationen sollten diesen Prozess unterstützen
  • Keine Parallelstrukturen: Wertschätzung und Nutzung vorhandener Kompetenzen, Ressourcen und Strukturen
  • Qualitätssicherung und –entwicklung: Berücksichtigung bestehender Standards (z. B. der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zur Gemeinschaftsverpflegung)
  • Kompetenzstärkung: Qualifizierungsangebote zur qualitäts- und alltagsgerechten Umsetzung von Gesundheitsförderung für Beschäftigte und Bürgerinnen und Bürger eine Auseinandersetzung mit Kriterien erfolgversprechender, wirkungsvoller Interventionsansätze ist ebenfalls unerlässlich
  • Niedrigschwellige Ansätze: Zur bedarfsbezogenen Zielgruppenerreichung eignen sich lebensweltorientierte Ansätze ebenso wie niedrigschwellige, aufsuchende Angebote
  • Ganzheitliche Ansätze: Gesundheitsfördernde Interventionen sollen wo immer möglich mehrere Ziele erreichen

Das Programm steht unter http://www.hamburg.de/pakt-fuer-praevention online zur Verfügung.

(Quelle: Rahmenprogramm "Gesund aufwachsen in Hamburg!")

Weiterbildung Kommunale Gesundheitsmoderation

Die Weiterbildung Kommunale Gesundheitsmoderation wurde 2013/14 im Rahmen von IN FORM entwickelt und erprobt. Sie richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus kommunalen Verwaltungen, die für die Gesundheitsförderung in ihrer Kommune zuständig sind und eine ressortübergreifende Strategie entwickeln möchten.

 

© Andreas Gärtner

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