EU-Schulobstprogramm

Auch im laufenden Schuljahr werden saarländische Grund- und Förderschulen wieder kostenlos mit frischem Obst und Gemüse versorgt. Rund 10.500 Kinder an 88 Schulen profitieren vom EU-Schulobstprogramm, das im Saarland seit 2009 durchgeführt wird. Ab kommenden Montag fährt ein saarländischer Fruchthändler dreimal pro Woche die Schulen an und bringt allen teilnehmenden Klassen Obstkisten mit einer abwechslungsreichen Auswahl an saisonalen Früchten. Dabei stammen 20 Prozent der Ware aus ökologischem Anbau und die Äpfel sind saarländischer Herkunft.

Für das Schuljahr 2010/2011 hat das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr die Evaluation des Schulobstprogramms in Auftrag gegeben. Dazu wurden an 14 Grund- und Förderschulen mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte befragt. Nun liegen die Ergebnisse vor, und sie sind höchst erfreulich: Dem weitaus größten Teil der teilnehmenden Kinder und ihren Eltern gefällt die wöchentliche, kostenlose  Lieferung von Obst und Gemüse sehr gut, sie wünschen eine Fortführung des Programms. „Diese positive Resonanz zeigt, dass es möglich ist, mit relativ bescheidenem Einsatz die Ernährungsgewohnheiten von Kindern nachhaltig zu verbessern und damit einen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge zu leisten. Wir wollen auch künftig die Schulkinder kostenlos mit Vitaminen versorgen“, so Umweltministerin Simone Peter.

Als besonders positiv wird von Seiten der Kinder das Essen in Gemeinschaft und der leckere Geschmack von Obst und Gemüse genannt. Bemängelt wird in Einzelfällen eine zu geringe Sortenvielfalt oder, dass die Lieblingsfrucht zu selten geliefert wird. Über 50 % der Kinder geben an, dass sie jetzt mehr über Obst und Gemüse wissen. Besonders Förderschülerinnen und –schüler profitieren von dem Programm. Auch die teilnehmenden Lehrkräfte beurteilen das Schulobstprogramm überwiegend positiv, insbesondere an den Förderschulen. Beklagt wird teilweise der hohe zeitliche Aufwand, der durch das Zubereiten und Verteilen der Früchte entsteht. Dennoch bewerten die Lehrkräfte das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen beim Schulobstprogramm überwiegend gut bis sehr gut. Sie erwarten langfristige Änderungen im Ernährungsverhalten der Kinder.

Als wichtigste Faktoren für das Gelingen des Schulobstprogramms werden die kostenfreie Abgabe des Obstes und Gemüses, die Qualität der Ware und ein abwechslungsreiche Angebot  genannt. Zur Unterstützung wünschen sich die Lehrerinnen und Lehrer vor allem die Mithilfe der Eltern, die Bereitstellung von geeignetem Unterrichtsmaterial sowie verbesserte Lagerungsmöglichkeiten für das Schulobst. Die vollständige Evaluation kann in Kürze auf der Homepage des Ministeriums für Umwelt, Energie und Verkehr eingesehen werden.

In Folge der im Frühsommer aktuellen EHEC-Epidemie im Zusammenhang mit dem Verzehr von Rohkost hat das Ministerium zusammen mit den Gesundheitsbehörden ein Merkblatt für den hygienischen Umgang mit dem Schulobst erarbeitet, das den Schulen zusammen mit der ersten Obstlieferung zur Verfügung gestellt wird.

Das saarländische Schulobstprogramm richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler in den saarländischen Grund-, Förder- und Waldorfschulen. Damit könnten ca. 34.000 Schülerinnen und Schüler in 204 saarländischen Schulen in den Genuss von Obst und Gemüse kommen. Die Möglichkeit zur Teilnahme wird allen oben erwähnten Schulformen eröffnet und ist freiwillig.

Evaluation des Schulobstprogramms (PDF | 4,14 MB)

Quelle: Themenprotal Landwirtschaft und ländlicher Raum des Saarlandes

Weiterbildung Kommunale Gesundheitsmoderation

Die Weiterbildung Kommunale Gesundheitsmoderation wurde 2013/14 im Rahmen von IN FORM entwickelt und erprobt. Sie richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus kommunalen Verwaltungen, die für die Gesundheitsförderung in ihrer Kommune zuständig sind und eine ressortübergreifende Strategie entwickeln möchten.

 

© Andreas Gärtner

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