EU-Kommission verabschiedet Kennzeichnung von Lebensmitteln
Die EU-Kommission hat die heutige (6.7.2011) Annahme der Lebensmittelinformations-Verordnung durch das Europäische Parlament begrüßt. Die neuen Regelungen schreiben Nährwertangaben in lesbarer Größe auf den meisten verpackten Lebensmitteln sowie Informationen zu Allergenen auch bei nichtverpackten Speisen, beispielsweise in Gaststätten, vor. Zudem muss künftig beim Verkauf von Schweine- Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch erkennbar sein, woher das Fleisch stammt.
EU-Kommissar John Dalli, zuständig für Gesundheit und Verbraucherschutz, sagte im Anschluss der Abstimmung, dass die Kennzeichnung von Lebensmitteln zur "Eindämmung von Fettleibigkeit und chronischen Erkrankungen" beitragen solle. Die neue Verordnung soll auch Produktfälschungen bei Lebensmitteln und Getränken vorbeugen.
Mit ihrer Verabschiedung enden dreijährige Verhandlungen zwischen Europäischer Kommission, Europäischem Parlament und den EU-Mitgliedstaaten. Die Kommission wird nun spezifische Bestimmungen für die Umsetzung der verpflichtenden Herkunftskennzeichnung von Fleisch erarbeiten. Die neuen Vorgaben treten dann nach Übergangsfristen von drei beziehungsweise fünf Jahren in Kraft.
Das vollständige Statement von Kommissar Dalli finden Sie hier.
Die deutsche Lebensmittelwirtschaft begrüßt die endgültige Einigung auf eine einheitliche Lebensmittelkennzeichnung in Europa. Der Präsident des Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL)*, Dr. Werner Wolf, erklärt: "Das Votum stellt sicher, dass die Verbraucher beim Lebensmittelkauf umfassend informiert werden."
(bs) 06.07.2011
Textquelle: Healthcare Marketing. eu - das Portal zum Fachmagazin für Gesundheitsmarken
* Der BLL ist der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft und gemeinsam mit dem BMELV, der Deutschen Sportjugend, dem Bundeselternrat, der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin sowie der Gewerkschaft NGG Gründungsmitglied der Plattform Ernährung und Bewegung e.V.

