Adipositas erhöht Gesundheitskosten
Mit dem Body-Mass-Index steigen bei vielen Krankenversicherten auch die Gesundheitskosten. Dies bestätigt jetzt eine US-Studie im Journal of General Internal Medicine (2011; 26: 1284-1290) bestätigt. Die Annahme, dass die häufig mit der Adipositas assoziierte Depression hierfür Grundlage sei, erklärte den Zusammenhang nur teilweise.
Die Forscher des Forschungsinstituts der Group Health Cooperative, einer gemeinnützigen US-Krankenkasse, hatte circa 4.500 weibliche 40- bis 65-Jährige telefonisch nach Körpergröße und Gewicht gefragt. Außerdem wurden die Versicherten mit dem Patient Health Questionnaire (PHQ9) nach Symptomen der Depression gescreent.
Im Vergleich zu Frauen mit Normalgewicht stiegen laut den Forschern die Kosten um bis zu 65 Prozent bei Frauen mit einem Body-Mass-Index von 30-35. Bei Frauen mit einem BMI über 35 stiegen die Kosten um 157 Prozent. Die berechneten Gesundheitskosten der Studie umfassten alle Kategorien wie Hausarztkosten, ambulante Rezepte, Facharztbesuche, Klinikbehandlungen oder eine psychiatrische Betreuung.
Quelle | Volltext | Link zum Abstract der Studie:
Deutsches Ärzteblatt online vom 02.11.2011

