Veranstaltungen moderieren

Um eine Veranstaltung gut moderieren zu können, braucht es eine gute Vorbereitung. Entsprechend sollte der/die Moderator/in in die Planungen einbezogen bzw. rechtzeitig vor der Veranstaltung gebrieft werden. Die Art der Moderation hängt vom Thema, der Zielgruppe, den geladenen Rednern sowie natürlich den Bausteinen der Veranstaltung ab und schließlich wie viel Zeit und welche Hilfsmittel zur Verfügung stehen.

Ein Tag der Offenen Tür will ganz anders moderiert sein als eine Tagung mit Experten. Kritische Fachleute müssen anders angesprochen werden als Laien, denen ein neues Projekt vorgestellt wird. Hilfreich ist es, einschätzen zu können, welche Ansichten die Diskutanten und Teilnehmer haben.

Eine gute Vorbereitung wappnet für Fragen, Störungen oder unerwartete Ergebnisse:

  • Worum geht es bei der Veranstaltung? Mindestens die Eckpunkte sollten dem Moderator bekannt sein. Hilfreich ist es auch, im Vorfeld Vortrags- oder Workshopmanuskripte zu lesen.
  • Wie ist der Zeitplan der Veranstaltung? Wann kommt der Moderator zum Einsatz und wie viel Zeit steht jeweils zur Verfügung?
  • Was ist der rote Faden der Veranstaltung? Ein Gesprächsplan mit dem gewünschten Ablauf kann helfen, Kurs zu halten. Er muss genügend Spielraum bieten, um flexibel auf den Diskussionsverlauf reagieren zu können.
  • Gibt es einen „Notfallplan“ für Störungen, Zwischenfälle und Konflikte?
  • Welche Hilfsmittel, Techniken, Methoden und Medien werden benötigt?

Wichtige Aspekte während der Moderation:

  • Zuallererst: Die Veranstaltung sollte pünktlich beginnen, denn Zeitdruck zerstört die beste Vorbereitung. Der Einstieg einer Moderation dient der Begrüßung und inhaltlichen Orientierung.
  • Der direkte Blickkontakt ist wichtig für die Bindung zu den Teilnehmern. Gleiches gilt für die Sprache (höflich, keine Ironie oder Sarkasmus) und Stimme (klar und deutlich).
  • Besondere Gäste verdienen eine namentliche Vorstellung oder Begrüßung. Ob eine kurze Vorstellungsrunde für alle nötig ist, hängt zum einen davon ab, ob sich die Teilnehmer bereits kennen und zum anderen von der Größe der Veranstaltung.
  • Für die Teilnehmer ist es gut zu wissen, ob sie die Chance haben, z. B. besondere Fragen mit prominenteren Fachexperten klären zu können. Falls Presse anwesend ist, stehen den Journalisten damit weitere Interviewpartner zur Verfügung.

Idealerweise ist ein Zeitplan auf Flipcharts, Plakaten oder einer Beamerpräsentation vorbereitet und wird kurz vorgestellt. So kann bei Zeitdruck oder zu langen Redebeiträgen immer wieder darauf verwiesen werden. Ist die Tagesordnung zeitlich besonders eng geplant, darf der Moderator zu Beginn der Veranstaltung um Rededisziplin und Zeitbeschränkung bitten. Der Redner muss darauf achten, den Zuhörern immer präsent zu sein, d. h. gut sichtbar, laut und deutlich hörbar.

Weiterbildung Kommunale Gesundheitsmoderation

Die Weiterbildung Kommunale Gesundheitsmoderation wurde 2013/14 im Rahmen von IN FORM entwickelt und erprobt. Sie richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus kommunalen Verwaltungen, die für die Gesundheitsförderung in ihrer Kommune zuständig sind und eine ressortübergreifende Strategie entwickeln möchten.

 

© Andreas Gärtner